Zukunft Edelkrebs:

Edelkrebse- Urzeittiere- Haben Sie noch eine Chance zum Überleben?

Seit mehr als 250 Millionen. Jahren leben Krebse auf unserer Erde und kaum ein anderes Lebewesen konnte sich so lange auf unserem Planeten behaupten.
Schöne Lebewesen sind sie- die Flusskrebse. Hier soll insbesondere die Rede vom Edelkrebs
(Astacus astacus Linaeus) sein, der uns sowohl vom Erscheinungsbild als auch von der Biologie fasziniert. Kiemenfüßler nennt man sie auch, die Tiere, die sowohl aus der Luft, als auch aus dem Wasser ihren Sauerstoff zum atmen entnehmen.
Vier Schreitbeinpaare, vier Schwimmfußpaare bilden den Bewegungsapparat.
Zwei kräftige Scheren, die dem Edelkrebs auch beim Menschen Respekt verschaffen, sind sowohl Waffen, als auch Fanggeräte und Zerkleinerungswerkzeuge.Als nachtaktives Tier nützt es zwei lange Fühler als Orientierungshilfe.
Bewundernswert ist die Rückwärts gerichtete Schwimmbewegung, die durch kraftvolles einklappen des Schwanzteiles entsteht.
Ein kleines Wunder in der Welt der Tiere ist der kräftezehrende Häutungsvorgang, der Vorraussetzung zum Wachstum des Edelkrebses ist. Als Abfallprodukt entsteht ein Exuvium- der abgestreifte Panzer, der einen kompletten Krebs darstellt. In dieser Phase nennt man ihn den "Butterkrebs", da er nun einige Tage butterweich ist und wehrlos. Deshalb sucht er in dieser Zeit sein Versteck auf, bis der neue Panzer durchgehärtet ist.
Auch die Fortpflanzung ist außergewöhnlich:
Bei sinkenden Temperaturen ab Oktober findet die Paarung statt.Das Männchen heftet dem Weibchen Spermapakete um die Geschlechtsöffnung.Beim folgenden Temperaturrückgang des Wassers findet der Eiausstoß in einem Schleimzelt statt.In diesem Schleimzelt werden die "Spermawürstchen"aufgelöst,wodurch
erst dann die eigentliche Befruchtung der Eier durch das Weibchen
stattfindet.
Bis Ende Mai des darauf folgenden Jahres trägt das Weibchen pflegend, bewegend und hegend bis zu 200 Eiern unter dem Schwanzteil, die dann als Larven schlüpfen und nach der ersten Häutung als Minikrebse zum eigenen Schutze die Nähe der Mutter verlassen.Von diesen Krebsbabys werden in der Natur aufgrund natürlicher Feinde nur ca.10% überleben.
Als Allesfresser gilt der Edelkrebs als die "Gesundheitspolizei" des Wassers, weil er aufräumt und vertilgt, was sonst faulen würde. Algen gehören zu seiner Lieblingsspeise, dazu Schnecken, Würmer, herabfallendes Laub (Detritus) und auch Plankton.
Somit trägt der Edelkrebs auch zur Verbesserung der Wasserqualität bei.
Viele lange Jahre diente er den Menschen als wichtiger Eiweißlieferant, da er in großen Mengen in unseren Gewässern vorhanden war. (Er ist übrigens der Größte unserer heimischen Flusskrebse ,Länge bis 17 cm Gewicht bis 250g)
Durch Gewässerverschmutzung, Bachbegradigungen, und vieles mehr wurden in der Vergangenheit unsere Flusskrebse stark dezimiert.
Dazu kam seit ca 1880 die Einschleppung der Krebspest(Aphanomyces astaci )durch importierte Amerikanische Flusskrebse, die sich in unseren Gewässern ausbreiteten.
Die Krebspest ist ein Schlauchpilz, mit dem fast alle Amerikanischen Krebse infiziert sind, d.h. sie sind Überträger, selbst jedoch resistent.
Unsere heimischen Arten sterben im Infektionsfalle, was heute diese Tierart gefährdet.Für die häufigen Krebssterben sind oft Aquarienfreunde verantwortlich,die ihre einst erworbenen Krebse aus aller Welt irgendwann in unsere freien Gewässer aussetzen,wo diese dann die Zoosporen der Krebspest verbreiten.Die fatale Folge ist dann das qualvolle Sterben unserer restlichen heimischen Flusskrebse,von denen im infizierten Gewässer kein Tier überlebt.Auch verantwortungslose Zierfischhändler,
die ihre Kunden nicht über die Risiken aufklären, weil sie oft nur das Geschäft sehen, tragen mit zur Entstehung der heutigen Situation bei.
Sie könnten zur Wiederansiedlung unsere heimischen Flußkrebse ihre Beitrag leisten,in dem sie HEIMISCHE EDELKREBSE anbieten würden.Unsere heimischen Edelkrebse sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Viele Arbeitskreise beschäftigen sich mit der Rettung unserer heimischen Flusskrebse,was sich äußerst schwierig gestaltet,da es zurzeit nicht möglich ist,die Fremdlinge (amerikanische Krebse) aus unseren Gewässern zu entfernen.

Zu unseren Zielen gehört die Wiederansiedlung der vom Aussterben bedrohten heimischen Edelkrebse in unsere geeigneten Gewässer.
Hierbei spielen auch geeignete Stillgewässer mit ausreichendem Sauerstoff eine wichtige Rolle.
Deshalb kam uns der Gedanke, man könnte auch geeignete Privatteiche und Löschteiche mit Edelkrebsen besetzen, die dann eigene Populationen aufbauen und somit wären "Genpools" für diese Tiere geschaffen .Jeder Genpool erhöht die Überlebenschance dieser Tiere .
Edelkrebse leben in Harmonie mit anderen Wassertieren und verbessern wie schon erwähnt die Wasserqualität.
Man könnte etwas sinnvolles für die Natur tun,und hätte Spaß daran etwas sinnvolles getan zu haben mit einer
relativ geringen Investition.

WOLLEN WIR DEM EDELKREBS GEMEINSAM EINE CHANCE ZUM ÜBERLEBEN
GEBEN?

Wir stehen beratend zur Seite, wenn es um die Beantwortung fachlicher Fragen geht.
Unsere Edelkrebszucht im befindet sich im saarländischen „Schwarzwälder Hochwald“
Dem Luftkurort Weiskirchen.entsprechend wohl fühlen sich auch unsere Edelkrebse in der Zuchtanlage, die nun schon die fünfte Generation Edelkrebse hervorgebracht hat.
Mit freundlichen Grüßen
Winfried Langenfeld
Hochwald-Edelkrebse
Tel. 0177/6626381

 

 

 Diese Edelkrebszucht ist registriert nach der EGAquakulturrichtlinie 2006/88/EG mit der HIT Nr.: 100421107214